Promovend:
Jan Schönfeld

Thema:
Denkweisen der Demokratie.
Eine politikdidaktische Rekonstruktion der Demokratievorstellungen von Schülerinnen und Schülern einer 8.Klasse des Gymnasiums.
Erstbetreuung: Prof. Dr. Dirk Lange

Kurzdarstellung:
Vor dem Hintergrund von „Demokratie“ als politischer Idee zwischen Akzeptanz und Krise werden in diesem Promotionsvorhaben Schülervorstellungen zu Demokratie empirisch erforscht. Die Arbeit stützt sich dabei auf das elaborierte Konzept der didaktischen Rekonstruktion zur qualitativ inhaltsanalytischen Erschließung sowohl des fachlichen Gegenstands „Demokratie“ als auch der Denkweisen von Schülerinnen und Schülern durch problemzentrierte Interviews. Vorrangiges Ziel der Dissertation soll es sein, Sinnbilder, Konzepte und Begriffe einer Demokratievorstellung zu rekonstruieren und zugänglich zu machen, indem die vorhandenen Demokratievorstellungen einer Gruppe von zehn Jugendlichen im Alter von 14 Jahren erfasst werden. Zentrale Fragen sind hierbei: Wie bilden Lernende Sinn zum politischen Thema „Demokratie? Welche Begriffe, Konzepte und Denkfiguren werden dabei verwendet? Welche normativen Grundlagen im demokratischen Denken werden offensichtlich?

Es wird davon ausgegangen, dass die Befragten ein je individuelles, in sich tragfähiges Deutungsmuster, ihr „Bild“ von Demokratie, entwickelt haben, welches nicht nur auf einer Wissensebene Sachkenntnisse zusammenfasst, sondern auch begriffliche Zusammenhänge, Hierarchien usw. abbildet, insofern als ein umfassendes mentales, für denjenigen plausibles „Sinn-Bild“ von Demokratie verstanden werden kann.

Nach einem wechselseitigen Bezug der Denkweisen der Schülerinnen und Schüler und Konzepte der Fachwissenschaften zu Demokratie werden didaktische Leitlinien zur erfolgreichen Vermittlung/Implementation des Themas in der politischen Bildung formuliert.