Building Inclusive Societies through Active Citizenship

Leitung: Prof. Dr. Dirk Lange; Koordination: Dr. Tonio Oeftering, Zita Beutler, Sara Poma Poma, Inken Heldt

Förderung: Europäische Kommission; Volumen: 388.000 €; Laufzeit: 2011-2013
Förder-Nr.: 518628-LLP-1-2011-1-DE-GRUNDTVIG-GMP

Projektbeschreibung

Step In! ist ein multilaterales, von der Europäischen Kommission gefördertes Grundtvig-Projekt. Unter der Koordination des AGORA-Teams vereint das Projekt europäische Expertise in den Bereichen Politische Bildung, Kompetenzförderung, Inklusion und Migration. Das Konsortium besteht aus wissenschaftlichen Institutionen, Verwaltungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen sowie Nicht- regierungsorganisationen der Länder Deutschland, Italien, Schottland, Schweden, Slowenien, Tschechische Republik und Zypern.
Das Projektteam hat sich die gemeinsame Arbeit für inklusive Gesellschaften und eine aktive Beteiligung von Migrant/-innen und Minderheiten in Europa zur Aufgabe gemacht. Das Projekt trägt dabei der Tatsache Rechnung, dass gelingende Integrationsprozesse kein einseitiges Bemühen marginalisierter Gruppen darstellen, sondern eine Weiterentwicklung der Mehrheitsgesellschaft und ihrer Institutionen beinhalten. Die Zielgruppe des Projekts ist im Sinne einer ganzheitlichen Bildungsstrategie dreigeteilt: (1.) Migrant/-innen und ihre Interessenverbände, (2.) Bildungseinrich- tungen und (3.) Mitarbeiter/-innen von Organisationen des öffentlichen Lebens.
Die Projektpartner haben durch den Austausch von Erfahrungen und bewährten Praktiken Module für die Erwachsenenbildung generiert, die theoretische Ansätze, Methoden und vielfältige Übungen verbinden. Das Step In!-Konsortium hat insgesamt sieben komplementäre Bildungsmodule für einen europaweiten Einsatz konzipiert. Erste praktische Anwendung fand das vom AGORA-Team entwickelte Modul zu interkulturellen Kompetenzen im Rahmen eines eintägigen Seminars im Mai 2013. Ebenso haben die anderen Projektpartner ihre Module zunächst im nationalen Kontext einem Praxistest unterzogen. In der anschließenden Projektphase wurden die Übungsmaterialien noch einmal überarbeitet und zu einem Handbuch weiterentwickelt. Das Step In!-Handbuch für die Erwachsenenbildung wird in allen sieben Projektsprachen veröffentlicht und kann kostenfrei von der Projektwebsite heruntergeladen werden.
Ein Höhepunkt des Projekts war eine europaweite Fortbildungswoche. Daneben wurde der Bildungs- ansatz des Step In!-Projekts von den AGORA- Mitarbeiter-/innen auch in Fachpublikationen sowie im Rahmen eines Seminars an der Leibniz Universität Hannover und eines Runden Tisches vorgestellt.

Die Step In!-Veranstaltungen

Europaweite Fortbildungswoche im November 2013
Die Fortbildung „Promoting social inclusion by fos- tering migrants‘ active citizenship and intercultural competences of adult education professionals” fand vom 18. bis 22. November 2013 in Hannover statt. Erwachsenenbildner/-innen aus den sieben Partnerländern des Step In!-Projekts nahmen an dem vom AGORA-Team organisierten Grundtvig-Trainingskurs teil. Das Programm umfasste theoretische Einheiten, praktische Übungen und Raum für den Austausch von Erfahrungen. Die Kurseinheiten basierten auf den Modulen des im Step In!-Projekt entwickelten Handbuches und vermittelten Ansätze zur Bildungs- und Arbeits- marktintegration von Migrant/-innen sowie zur Förderung von Schlüsselkompetenzen. Abge- rundet wurde das Fortbildungsprogramm durch ein Expertengespräch im Neuen Rathaus, in dem Integrationsstrategien diskutiert wurden.

Seminar zu Interkulturellen Kompetenzen im Mai 2013
Am 8. Mai 2013 richtete das AGORA-Team ein ganztägiges Seminar zum Thema „Interkulturelle Kompetenzen für Erwachsenenbildner/-innen und Beschäftigte im öffentlichen Dienst“ in Hannover aus. An dem Weiterbildungsangebot nahmen 18 Personen aus unterschiedlichen Institutionen teil. In dem Seminar wurden Modelle und Übungen zur Bewusstmachung des eigenen Kulturverständnisses und zur Steigerung der interkulturellen Sensibilität und Empathie erprobt, welche im Rahmen des Step In!-Projekts erarbeitet worden waren.