Leitung: Prof. Dr. Dirk Lange; Koordination: Christoph Wolf
Förderung: Europäische Kommission
Volumen: 268.000 EUR
Laufzeit: 11/2016-4/2019
FörderNr.: XXX
Programm: Erasmus+

Projektbeschreibung
“Education and training are crucial to prevent and tackle poverty and social exclusion and discrimination, and to build a foundation on which active citizenship rests“ (ET2020, S. 2) – so beschreibt die EU-Kommission Lernen und Lehre als zentralen Schlüssel für gesellschaftliche Herausforderungen. Universitäten sind daher gefragt, Studierende zu befähigen, differenziert Position zu beziehen und den Zeitgeist kritisch zu hinterfragen.
Im 30-monatigen Erasmus+-Projekt REFLECT LAB – Supporting lecturers in applying inquiry based learning werden Dozentinnen und Dozenten an Universitäten in der Umsetzung von forschendem Lernen im Studium unterstützt. Hierzu werden sozialwissenschaftliche Lehr-/Lernlabore in Verbindung mit IKT-gestützten Methoden für die Hochschullehre in Lehramtsstudiengängen entwickelt und erprobt. Ziel ist es, eine hochschuldidaktisch innovative, selbstständigkeitsfördernde Seminarstruktur mit dem Konzept studentischen forschenden Lernens zu verknüpfen.
Studierende forschen in Lehr/Lernlaboren (REFLECT-LABs) eigenverantwortlich mit sozialwissenschaftlichen Methoden zu drängenden gesellschaftlichen und politischen Fragen.
Lehrende begleiten und unterstützen diese Auseinandersetzung sowie die kritische Diskussion. So wird ein Kontrapunkt gesetzt – zu der häufig kritisierten Reduktion universitärer Lehre auf reine Wissensvermittlung und verschultes Studium.

Zielgruppen dieses Projekts sind:
a) Lehrende an Universitäten: Sie werden mit dem Konzept des forschenden Lernens in Form von Lehr- und Lernlaboren vertraut gemacht: Durch Testläufe des REFLECT-LABs auf nationaler Ebene und durch einen internationalen Fortbildungskurs. Eine IT-Plattform dient dem Austausch, der Information und der gegenseitigen Unterstützung.
b) Studierende an Universitäten, insbesondere Lehramtsstudierende: Lehrende werden fortgebildet, um mit ihren Studierenden forschendes Lernen anzuwenden.
c) Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe II: Zukünftige Lehrer/innen sind in der Lage ihren Schüler/innen, forschungsorientierte Lernumgebungen am außerschulischen Lernort Universität anzubieten. Somit leistet das Projekt einen Beitrag zur Wissenschaftspropädeutik.

Das Projekt setzt es einen spezifisch sozialwissenschaftlichen Akzent, indem Themen wie die Flüchtlingskrise verhandelt werden. Daraus lassen sich Querschnittskompetenzen generieren, die für alle genannten Zielgruppen gelten. Es wird angenommen, dass jede Lehrkraft demokratische Grundkompetenzen benötigt, die wiederum stetig gefestigt werden sollten.

Im REFLECT-LAB Konsortium arbeiten fünf Universitäten zusammen: Universitatea Alexandru Ioan Cuza Din Iasi (Rumänien), Universidad de la Laguna (Spanien), The Manchester Metropolitan University (UK) und die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover (Deutschland). Das Institut für Didaktik der Demokratie ist Antragsteller und Koordinator.