Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Detlef Schmiechen-Ackermann

Mitwirkende: Dr. Christian Hellwig (operative Projektleitung), Karolin Quambusch, Dr. Christine Schoenmakers

Förderung: Metropolregion Hamburg; Volumen: 341.000 €; Laufzeit: Oktober 2018 bis Oktober 2020

 

Projektbeschreibung

Die von Anna Kaminsky herausgegebene Publikation „Orte des Erinnerns“, die 2016 in einer dritten und stark erweiterten Auflage erschienen ist, listet nunmehr über 900 Gedenkorte, Erinnerungszeichen, Gedenkstätten und zeitgeschichtliche Museen auf, die heute an die Geschichte der Sowjetischen Besatzungszone, der DDR, der Teilung und der innerdeutschen Grenze erinnern. Der geographische Bereich der Metropolregion Hamburg ist in diesem Zusammenhang für das Gedenken an Teilung und Grenze in vielfacher Hinsicht bedeutsam. Die facettenreiche Erinnerungslandschaft umfasst dabei nicht nur den ehemaligen Grenzbereich an der Elbe zwischen den heutigen Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Ludwigslust-Parchim, sondern ebenfalls den Bereich der damaligen Landgrenze zwischen Ludwigslust-Parchim und dem Kreis Herzogtum Lauenburg. Nordöstlich von Hamburg befand sich im Raum Lübeck zudem der ehemalige Grenzbereich an der Schlutuper Wiek.

Basierend auf der Zielsetzung des Leitprojektes „Grenzgeschichte(n)“ der Metropolregion Hamburg, nämlich einer Weiterentwicklung bestehender Elemente der gegenwärtigen Gedenkkultur sowie der damit erwünschten Profilbildung einer gemeinsamen historischen Vermittlungsarbeit, erarbeitet  das  Institut für Didaktik der Demokratie an der Leibniz Universität Hannover (LUH) als Kooperationspartner der Metropolregion Hamburg und des Landkreises Lüchow-Dannenberg eine Bestandsaufnahme von Orten, Einrichtungen und Projekten, die im Bereich der Metropolregion an der „Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze“ beteiligt sind. Daraus lassen sich in der Folge Handlungsempfehlungen für eine gebündelte und vernetzte Gedenklandschaft in der Region ableiten.

Die Ausrichtung des Projektes zielt auf die Etablierung einer nachhaltigen Erinnerungsarbeit und -vermittlung im Einzugsgebiet der Metropolregion ab, die – ausgehend von dem Projekt „Grenzgeschichte(n)“ – in doppelter Hinsicht wirken soll: Zum einen sollen durch gezielte inhaltlich-konzeptionelle Schwerpunksetzungen die einzelnen Standorte profitieren und dadurch in ihrer Profilbildung gestärkt werden. Zum anderen soll durch die verstärkte Vernetzung der Einrichtungen untereinander die Reichweite und Strahlkraft der Erinnerungsarbeit zur Geschichte der deutschen Teilung im Einzugsgebiet der Metropolregion gebündelt und damit die Attraktivität für den Tourismus in der Region sowie für weitere Institutionen als potentielle Zielgruppen gesteigert werden.