Leitung: Prof. Dr. Dirk Lange
Koordination: Arne Schrader
Förderung: Erasmus+ Programm
Volumen: 14.900,00 €
Laufzeit: 01.09.2017 – 30.09.2019

Exchange of good practices in order to achieve a pedagogical and cultural model to combat Violence Against Women

„Exchange of good practices in order to achieve a pedagogical and cultural model to combat Violence Against Women“ ist ein transnationales Projekt, gefördert im Rahmen des Erasmus+-Programms für Strategische Partnerschaften in der Erwachsenenbildung, in Zusammenarbeit mit Partnern aus Italien, Slowenien, Portugal, Frankreich und Deutschland.
Das Projekt, an dem sich das Institut für Didaktik der Demokratie als Partner beteiligt, setzt sich zum Ziel, Prozesse des kulturellen Wandels auf europäischer Ebene zu initiieren. Übergreifendes Ziel ist der Kampf gegen Gewalt gegenüber Frauen. PädagogInnen und Lehrkräfte sollen dafür zu Protagonisten und Protagonistinnen des Prozesses erklärt und ausgebildet werden.

Eine 2012 von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) durchgeführte Studie über Gewalt gegenüber Frauen zeigt, dass geschlechterspezifische Gewalt gegenüber Frauen in allen 28 EU-Ländern nachzuweisen ist und gravierende Menschenrechtsverletzungen festgestellt werden können. Diese schließen körperliche, sexuelle und psychische Gewalt, Partnergewalt, sexuelle Belästigung und Stalking ein.
Die meisten Fälle von Gewalt gegenüber Frauen bleiben dabei verborgen und die Täter werden kaum strafrechtlich verfolgt. Angesichts des Ausmaßes sind die Empfehlungen der EU an die Mitgliedstaaten im Wesentlichen darauf ausgerichtet, das Phänomen zu verhindern und einzudämmen. Im Besonderen ist sicherzustellen, dass Gewalt gegen Frauen als Verletzung der Grundrechte anerkannt und eine Entwicklung spezifischer nationaler Aktionspläne zum Schutz der Opfer und zur Bekämpfung der Gewalt gegenüber Frauen durch Einbeziehung verschiedener Akteure angeregt wird. Die Studien und Forschungen, die in den letzten Jahren in den Partnerländern des Projektes zur geschlechterspezifischen Gewalt durchgeführt wurden, zeigen, dass Belästigung, Verfolgung und psychische Gewalt im Alltag mit einer sehr geringen Wahrnehmung der Straftat begangen werden. Unter Männern und Frauen handele es sich häufig um eine asymmetrische und tendenziell sexistische Repräsentation von Geschlechterverhältnissen, kombiniert mit einer Legitimierung der Gewalttat.

Um diesem Missstand entgegenzutreten, ist ein didaktisches Konzept zu einer frühestmöglichen Thematisierung in der Gesellschaft vonnöten. Durch Austausch und Reflexion von Erfolgsmodellen soll daher ein pädagogisches Modell zu einer nachhaltigen Bewältigung und Bekämpfung geschlechterspezifischer Gewalt im Projekt entwickelt werden.



Dieses Projekt wurde mit der Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Dieses Schreiben repräsentiert ausschließlich die Ansichten des Autors. Für die Nutzung des Inhaltes kann die Kommission nicht verantwortlich gemacht werden.