Leitung: Prof. Dr. Detlef Schmiechen-Ackermann 

Mitarbeiter/-innen: Dominik Dockter, Christian Hellwig, Carina Pniok, Christiane Schröder

Förderung: Volkswagen-Stiftung, Klosterkammer Hannover; Volumen: 497.000 EUR; Laufzeit: Oktober 2015 bis Oktober 2018

 

Projektbeschreibung

Die 1818 gegründete Klosterkammer Hannover, eine niedersächsische Sonderbehörde im Dienstbereich des Nds. Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, verwaltet mit vier selbstständigen, historisch gewachsenen öffentlich-rechtlichen Stiftungen Klostervermögen, die durch Reformation und Säkularisation an den Staat gefallen sind. Im Vorfeld des 200-jährigen Gründungsjubiläums wird erstmals die Geschichte dieser Behörde in der Zeit des Nationalsozialismus systematisch und aus kritischer Distanz untersucht. Die breit angelegte empirische Forschung analysiert die Verwaltungspraxis der Klosterkammer Hannover und das Agieren ihres von 1931 bis 1955 amtierenden Präsidenten Albrecht Stalmann sowie der ihm unterstehenden Beamten. Des Weiteren werden die Handlungs- und Gestaltungsspielräume der Behörde und ihrer Mitarbeiter im Verhältnis zu vorgesetzten wie nachgeordneten Dienststellen erhellt. Ebenso nimmt das Projekt in den Blick, wie die Behörde ihr Handeln nach dem Ende der NS-Herrschaft reflektiert hat, welche Narrative dabei geschaffen und wie diese überliefert wurden. 

Das Projekt wird von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet, dem die Professoren Michele Barricelli, Carl-Hans Hauptmeyer (Beiratsvorsitzender), Hans Otte und Thomas Schaarschmidt (stellvertr. Beiratsvorsitender) angehören.

Die Forschung gliedert sich in folgende Teilprojekte:

  • Die Klosterkammer und ihre leitenden Beamten in der Kammer und bei den Rentämtern
  • Die Calenberger und die Lüneburger Frauenklöster und ihre Konvente
  • Forstbeamte und Gutspächter
  • Zwangsarbeit auf Besitzungen der Klosterkammer?
  • Die Thingstätte im Klostergarten Lamspringe