Zahlreiche Mitglieder, inklusive des Forschungsverbundprojektes CHER: „Cultural Heritage als Ressource?“, nahmen am  16.01.2017 an dem diesjährigen Winterausflug des IDD teil. Ziel war dieses Jahr das Fagus-Werk in Alfeld, dessen Weltkulturerbe-Status vor allem für die Forscher und Forscherinnen von CHER interessanten Denk- und Gesprächsstoff bot.

Das vom Architekten Walter Gropius entworfene Werksgebäude wurde 2011 als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt. Karl Schünemann, der den langen Weg von der Antragstellung bei der UNESCO bis zur erfolgreichen Bewerbung von Anfang an mitgestaltet hatte sowie Martina Scheitenberger, verantwortlich für die Ausstellung im Besucherzentrum des Werks, leiteten fachkundig durch das Werk und gaben einen kurzweiligen wie interessanten Einblick in die vielschichtigen Prozesse der Konstruktion von Weltkulturerbe: von den Vorschriften und der Begleitung durch ein UNESCO Komitee, über museumsdidaktische Fragen der Präsentation der Geschichte des Werks bis hin zur Einbindung der auf dem Gelände tätigen MitarbeiterInnen im Antragsprozess. Besonders spannend war, das Fagus Werk nichts desto trotz noch immer als Ort aktiver wirtschaftlicher Produktion von u.a. Schuhleisten zu erleben. Architektur, Produktion und Ausstellungen dieses lebendigen Denkmals konnten auf diese Weise gleichzeitig erkundet werden.

Abschließend bot sich bei einem gemütlichen Abendessen in Hannover die Gelegenheit, abseits des Büroalltags ins Gespräch zu kommen.