Freitag, 7. Dezember 2018, 12.00–13.30
Schneiderberg 50 (Gebäude 3109), Raum V 108

Vortrag von Dr. Catharina Peeck-Ho (Institut für Soziologie) mit anschließender Diskussion

In der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung mit den Anschlägen in London im Juli 2005 wurde Minderheitenpolitik in Großbritannien verstärkt mit Fragen der Sicherheit verknüpft. Die Einführung der sogenannten »Prevent«-Strategie als Teil der Antiterrorstrategie CONTEST steht beispielhaft für diese Entwicklung. Speziell in den Anfangsjahren des Programms wurden muslimische Frauen zu einer Zielgruppe von »Prevent«: Ihr Empowerment, so die Kalkulation, könne dazu beitragen, Terrorismus und Radikalisierung zu verhindern. Damit in Verbindung stehen spezifische Konstruktionen über muslimische Frauen und ihre gesellschaftliche Rolle. Gleichzeitig hat das Programm Prozesse der Selbstorganisierung befördert und Fragen der Repräsentation neu in den Mittelpunkt gestellt. Anhand des Beispiels soll Citizenship, verstanden als Aushandlungsprozess um politische Partizipation sowie den Zugang zu staatsbürgerlichen Rechten, diskutiert werden.

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