Teilnehmer/innen und Trainer/innen des PEARLS Kurses

Das Feedback der 15 Lehrerinnen und Lehrer aus Kroatien, Ungarn und Deutschland war überwältigend: Trotz eines vollen Programms führen sie wacher und gestärkter nach Hause, mit inspirierenden Ideen zur Inklusion von Roma Schüler/innen und anderen Schüler/innen aus benachteiligten Verhältnissen. Thema des Kurses war die Prävention von Schulabbruch, er fand im Rahmen des Erasmus+ Projekts PEARLS statt. Allerdings war ein erheblicher administrativer Aufwand nötig, um den Kurs umsetzen zu können, denn Schulen mussten eines umfangreichen KA1 Antrag (Erasmus+) stellen.
Der gegenseitige Erfahrungsaustausch als auch der Besuch der Losonci Grundschule im 8. Budapester Bezirk, wo die Mehrzahl der Schüler/innen aus sozio-ökonomisch benachteiligten Familien kommt sowie Unterrichtseinheiten zum Thema Kinder- und Menschenrechte sind besonders wichtige Bestandteile des Kurses.

Gruppenarbeit während des Moduls „Inklusion von Roma-Schüler/innen“

Gelobt wurde u.a. die sehr vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre: Einige Teilnehmer/innen sprachen statt Englisch lieber Deutsch oder Kroatisch, Kolleg/innen übersetzten. Alle hörten mit großer Geduld zu und sagten, dass sie durch diese Erfahrung die Situation ihrer Schüler/innen (die die jeweilige Nationalsprache kaum sprechen oder verstehen) erst richtig nachvollziehen könnten.

Tänze aus verschiedenen europäischen Regionen

Benjamin Ignac vom European Roma Rights Council nahm als Gast teil, er wies u.a. darauf hin, dass die Geschichte der unterschiedlichen europäischen Roma-Gruppen nicht in den Lehrplänen verankert sei. Ignac bezieht sich auf Schulen, in denen mehrheitlich Roma-Schüler/innen unterrichtet werden (60-80%, z.B. in der Region Medjimurie in Kroatien oder im 8. Budapester Bezirk).
Die Fortbildung fand vom 23.-30. April 2017 statt, sie wurde von Meike Jens organisiert (wissenschaftliche Mitarbeiterin am IDD). Weitere Informationen zu den Kursinhalten gibt es hier:
https://www.pearls-erasmus.eu